Wärs nicht langsam Zeit bei Polizeieinsätzen den gleichen rechtlichen Standard herbeizuziehen wie für die normale Bevölkerung?
Bei einem normalen Mordfall wirft man auch nicht die Hände in die Luft und gibt auf, nur weil der Mörder seine Tat nicht gefilmt hat.
Oder man geht einen Schritt weiter und macht es strafbar (bzw. wertet es als Indiz gegen die Beamten) wenn sie ihren Gewalteinsatz nicht mitfilmen. Die Kameras hat man, sollen die halt dashcam-style dauerhaft laufen. Und wenn die Aufzeichnungen “unabsichtlich überschrieben” wurden, dann gibt’s halt Haftstrafen für Amtsmissbrauch und Unterdrückung von Beweismitteln.
Das Gegenargument ist Datenschutz. Ich kann nachvollziehen, dass Menschen sich unwohl fühlen, wenn jeder ihrer Kontake mit der Polizei gefilmt wird - mir wäre aber wohler, wenn ich durch Filmaufnahmen vor Machtmissbrauch geschützt wäre.
Irrsinnigerweise ist die Rechtfertigung für den Einsatz von Bodycams in DE der Schutz der Polizistys, nicht etwa die Kontrolle.
Was ein Quatsch. Letztlich muss man bei einem Polizeieinsatz wahrscheinlich immer von einer drohenden Gefahr ausgehen. Deswegen tragen sie ja auch eine geladene Pistole am Gürtel und lassen sie nicht im Auto oder so…
Genau das. Hat man die Waffe mit, muss die Kamera laufen.
Warum wurde die Mutter überhaupt festgenommen? Haben die Bullen projeziert und gedacht, die sei auch zu blöd ihre Schuhe zu binden, und hätte nicht verstanden, was Medikamente sind bzw. wie die ihres Kindes aussehen und wozu die benötigt werden?




